Willkommen im Hühnerstall

Bei uns erhalten Sie sämtlichen Bedarf rund um Ihre Hühnerhaltung. Unsere kompetenten Ansprechpartner stehen Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

Tipps und Tricks sowie Empfehlungen unserer Experten.

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Hühnerhaltung – Fressfeinde abhalten
Halter und Verbraucher achten immer intensiver auf die artgerechte Hühnerhaltung, zu der unbedingt ein Auslauf gehört. In freier Natur würden Hühner in lichten Wäldern oder bei Waldrändern leben. Sie würden am Tag Futter suchen und in der Nacht auf sicheren Bäumen schlafen. Auch auf unsere Hühnerwiese kommen am Tag Greifvögel und in der Nacht Fuchs und Marder. Nicht nur dem Hobbyhalter fehlt hier und da ein Huhn, diese Verluste fressen die Gewinnspanne schnell auf. Besser und zugleich artgerechter ist es, von Anfang an gegen Fressfeinde vorzubeugen.
 
 
Deckung und Schutz auf der Hühnerwiese
Abgesehen von Eulen kommen Greifvögel am Tag und müssen ihre Beute sehen, um sie zu schlagen. Es sind z.B. Hühnerhabicht, Bussard, Sperber oder auch Raben. Einige greifen die Hühner aus der Luft und fliegen direkt weiter. Andere landen und schreiten zu Fuß zur Tat.
 
Der sicherste Schutz gegen Greifvögel ist abgesehen einer Voliere die schützende Deckung. Genau diese suchen Hühner instinktiv in jeder Gefahrensituation auf und verbringen hier auch ihre Ruhestunden. Hühner fühlen sich mit einer schützenden Deckung also wohler. Deswegen pflanzen viele Hühnerhalter Obstbäume auf der Hühnerwiese, um zugleich Obst zu ernten. Doch leider wachsen die Bäume nur langsam. Besser wäre, auch ein paar schnell wachsende Bäume und Sträucher zu setzen. Die Schutzwirkung soll selbst im Winter bestehen, weswegen einige wintergrüne Pflanzen wie Bambus oder bis zum Boden schließende Nadelgehölze perfekt sind. Letztere halten zugleich den Boden trocken und die Hühner haben ein Staubbad.
 
Sicherlich, auch diese Gehölze müssen erst anwachsen und sich entwickeln. Deswegen gibt es im Handel diverse Lösungen für einen leicht versetzbaren Sonnenschutz. Wegen der Keimdichte sollen die Hühner immerhin eine Wechselweide vorfinden. Ein leichter Sonnenschutz zieht direkt mit um, während Bäume fest verwachsen sind.
 
 
Beutegreifer verunsichern
Neben schützender Deckung bewährt sich Abschreckung: Viele Hühnerhalter stellen ein paar kleine Ziegen mit auf die Weide. Diese bewegen sich sehr hektisch und schrecken dadurch Greifvögel ab. Auch Gänse oder Perlhühner halten Greifvögel fern und verstehen sich mit Hühnern.
 
Außerdem gibt es einige Hühnerrassen mit sehr wehrhaften Hähnen wie Altsteirer oder Krainköppe. Weil Hennen durch Hähne profitieren, geben die Halter ohnehin häufig einen Hahn auf 20 Hennen mit auf die Weide.
 
Eine weitere Möglichkeit für die Raubvogel-Abwehr sind sogenannte „Greifvogel-Abwehrkugeln“. Es handelt sich um spiegelnde Kugeln auf einem Stab, die sich schnell versetzen lassen. Im Anflug sehen die Greifvögel sich selber und suchen das Weite. Alternativ bewähren sich auch Raubvogel-Attrappen.
 
Wie auch bei den Ziegen, Gänsen oder Perlhühnern wird eine „Einheit“ nicht für eine große Hühnerweide mit 1000 Legehennen reichen. Doch es scheint zu funktionieren.
 
 
Der sichere Hühnerstall
Anstelle der hohen Äste in Bäumen bevorzugen heutige Haushühner ihren sicheren Hühnerstall mit Hühnerstangen. Dieser soll eine Hühnerklappe haben, welche sich am Morgen öffnet und zum Abend schließt, ohne ein Huhn einzuklemmen. Wer sich nicht ganz sicher ist, schließt diese zum Abend manuell.
 
Aber nicht nur die Hühnerklappe muss sicher schließen, auch die Luftöffnungen oder anderen Schwachstellen sind durch einen Marderdraht zu sichern. Gerade Marder und Schadnager klettern hoch zum First und sind bereits im Stall. Füchse würden eher die Außenmauer untertunneln. Wenn der Hühnerstall z.B. in einem umgebauten alten Gartenhaus nicht mit einem sicheren Betonboden abschließt, muss das Untertunneln der Außenwände vereitelt werden. Am einfachsten ist es, ein bissfestes Netz oder einen Marderdraht auf dem Boden auszulegen und den eigentlichen Boden darüberzulegen. Wer alte Terrassenplatten wählt, sollte die Fugen noch mit elastischem Silikon oder Teer versiegeln, damit sich nicht direkt Milben in den Ritzen breit machen.
 
Ein weiterer Punkt wird häufig übersehen: Legehennen brauchen neben der Weide auch Kraftfutter und dieses zieht Schadnager an. Deswegen wird von der Außenfütterung mit diesem Kraftfutter sogar abgeraten, um nicht Schadnager oder Wildvögel anzuziehen, die immerhin auch Schädlinge und Krankheiten übertragen. Neben täglich frischem Wasser und einem praktischen Futterspender sollte es eine bissfeste Futterkiste geben, die sicher schließt und außerdem Nässe und Schmutz abhält. Schadnager würden nämlich lieber an den Futtersack als an den Futterspender gehen, da sie die Hühner meiden.
 
 
Katzen und Hunde
Während Greifvögel über Tag und Fuchs oder Marder während der Dämmerung oder Nacht kommen, sind Katzen und Hunde nicht berechenbar. Katzen sind auch nur für Küken eine Bedrohung, Hunde ab mittlerer Größe zerlegen aber gerne auch mal ein halbes Dutzend.
 
Die Küken sollen ohnehin erst etwas vorgezogen auf die Weide, Katzen lassen sich also meistens vernachlässigen. Doch schlecht erzogene Hunde gibt es überall. Diese drehen beim Gassi mal eine Extrarunde oder reißen bei angelehnter Tür aus. Die üblichen Hühnernetze, die mit ihren Metallpfosten versetzt werden, sind kein Hindernis. Hier kann etwas Strom jedoch Wunder bewirken. Dieser liegt häufig nicht allein auf dem Weidezaun, um die Tiere drinnen zu halten. Andere Tiere sollen zugleich draußen bleiben.
 
 
Hühnerrasse mit guten Instinkten wählen
Die ganzen Schutzmaßnahmen gegen Fressfeinde helfen bereits. Wer zugleich eine Hühnerrasse mit guten Instinkten wählt, kann seine Ausfälle weiter minimieren. Demnach sollen die Hennen sich durch ihre Hähne nicht nur wohler fühlen. Ein richtiger Hahn blickt immer mit einem Auge zum Himmel und dem anderen über die Fläche und warnt seine Hennen vor Angreifern. Wenn diese nicht übermächtig sind, stellt er sich sogar zum Kampf. Die Hennen sollen hingegen gut rennen können, damit sie bei jeder Gefahr schnell die nächste Deckung suchen.
 
Während es bei Legehennen um die Leistung geht, können die Hähne nach anderen Eigenschaften ausgewählt werden. Doch letztendlich kommt es auf die Kombination von Deckung, Abschreckung und dem sicheren Hühnerstall für die Nacht an, um Ausfälle zu minimieren.

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